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Jenseits des Möglichen?

Einführung in die Psychokinese

Heinz C. Berendt


Herderbücherei, 1986


Uri Geller



Uri Geller and Hans BenderUri Geller ist heutzutage über die Ansichten und Krtiken seiner Person erhaben. Ich war zugegen, als er einem Journalisten auf dessen Frage über die Echtheit der Phänomene antwortete: "Manche werden es nie anerkennen wollen daß die Dinge echt sind. Sie werden immer wieder behaupten: Schwindel und Betrug. Sollen sie schrieben was sie wollen. Die hauptsache ist, daß sie meinen Namen richtig buchstabieren!" Sie Wissen um die Echtheit und die sich tausendfach wiederholende Bestätigung erlauben ihm, auch gelegentliches Versagen einzugestehen oder die Leistungen anderer anzuerkennen. Als rony ihm eines Abends - vor dem auto stehend, das Uri nach Tel Aviv zurückbringen sollte - das Achsendrehen einer Gabel (in meiner Gegenwart) vorführte, ließ Uri am Ende den Atem zwischen den Lippen pfeifen: "Das ist phantastisch!" - Und erbat sich die gabel als Erinnerungsstück.
 Über uri sind Dutzende von Büchern und Hunderte von Artikeln geschrieben worden. Wir wollen hier nur die von Martin Ebon und Colin Wilson als besonders aufschlußreich erwähnen. Wir werden später auf das wissenschaftlich wichtigste Buch "The Geller Papers", das C. Panati zusammengestellthat, noch zurückkommen.
 Von mir selbst wurden zwei Arbeiten im Journal der "Society for Psychical Research" veröffentlicht. Die erste Arbeit "Uri Geller: Pro und con." stellte den Versuch einer kritischen Auswertung der damaligen heftigen Geller-Diskussion dar, bei die aus Israel Kommenden Berichte über Tricks und Täuschungen dargestellt wurden, aber eindeutig gesagt wurde, daß es durchaus möglich sei daß sich - un d das wäre eben meine Ansicht - "auch echte paranormale Vorgänge in den Schaustellungen von Uri befänden.". Die zweite arbeit bezog sich auf die von Puharish veröffentlichte Biographie "Uri" . Sie war sum wesentlichen eine Kritik an Puharish, dar nach meinem Empfinden weit mehr über seine innerpsychischen Erlebnisse berichtete als über Dinge in der realen äußeren Welt. Es fehlten - teils aus recht mystischen Gründen - die Verifikationen seiner Darstellungen.
 Nach einem mehrfach vergeblichen Versuch während Gellers "erster Israel-Phase", mit ihm in persönlichen Kontakt zu kommen, fand unsere erste Begegnung bei seinem Besuch in Jerusalem 1984 statt und war vom ersten Augenblick an spootan und herzlich. Er lud mich in sein Tel Aviver Hotel ein. Den folgenden Bericht entnehme ich meinem Tagebuchaufzeichnungen.
 Am 30 November 1984 besuchte ich Uri geller in seiner Wohnstätte im Astoria Hotel in Tel Aviv. Während unseres etwa zweistündigen Gesprächs unterbrach er dasselbe auf etwa 20 Minuten, um einem Tel Aviver Journalisten in meiner Gegenwart ein Interview zu geben. Dieser fragte ihn im wesentlichen über seine Gesundheitsmaßnahmen und seine vegetarische Ernährung aus. Der Journalist war mit seiner Frau und seiner etwa 18Jährigen Tochter erschienen. Am Ende baten sie Uri, ihnen doch eiene kurze Demonstration des Löffelbiegens zu geben. Uri streckte gutgelaunt seine Hand aus, um von ihnen einen Löffel oder eine Gabel zu diesem Zweck in die Hand zu nehmen. Aber sie hatten nichts mitgebracht. Da bot sich mir die Gelegenheit, Uri die von mitgebracht Kuchengabel zu reichen. Sie stammt aus demselben Satz, aus dem Rony Marcus bereits drei oder vier gebogen hatte. Von den zwei noch unverbogen gebliebenen hatte ich eine "auf alle Fälle" eingesteckt, und jetzt ergab " der Zufall" diese günstige Gelegenheit, mein eigenes Material zur Verfügung zu stellen. Ich saß von uns vier Teilnehemern am nächsten neben Uri, so nahe, daß ich mich, als ich das hier beigefügte Foto von Uris Handen nach dem Biegeakt machen wollte (photo 37), zurücklehnen mußte, da die Kamera erst von 70 cm ab scharf zeichnet. Ich hatte also den eigentlichen Biegeveorgang aus ca. 50cm Entfernung verfolgt. Uri hatte mein gabel, wie auch in dem Foto sichtbar, mit den Zinken nach unten und der Unterseite nach oben mit zwei Fingern gehalten. Wärend des eigentlichen Versuches hatte er die Gabel in der Linken (er ist Linkshänder) und strich leicht mit dem Zeigefinger der Rechten auf die Unterseite der Gabel (also mit dem Finger über der Gabel). Nach 8 bis 10 Sekunden bereits begann die Gabel sich zu biegen, und zwar gegen die Schwerkraft; das heißt, der Griff bog sich nach oben!
Uri Geller's fork bending_before and afterUri gab sie den Gästen zur Ansicht und mir zurück. Der Entstandene Winkel in der Abbiegung des Griffes beträgt etwa 40 Grad. Wie in allen von mir untersuchten Fällen war eine Temperaturehöhung nicht zu bemerken. Der Biegevorgang als solcher war langsam und nicht etwa in der Art eines "Vorher und Nachher", sondern es vollzog sich innerhalb von etwa 20 Sekunden (Foto 38).
 Es sollte sich eigentlich erübrigen, aber es sei hier doch eingefügt: Uri Wußte nichts von einer Bitte um eine Demonstration. Er hatte Wärhend der letzten 20 Minuten seinen Platz nicht gewechselt. Er hat das Zimmer nicht verlassen (genausowenig wie es Rony Marcus jemals getan hat), um sich - wie nicht selten von "Skeptikern" behauptet wird - die Händ mit irgendwelchen chemischen Stoffen einzureiben! Auf meine Frage, ob er auch schon das achsiale Drehen der löffel gemacht habe, antwortete Uri, daß er das bisher noch nicht versucht habe, daß er aber, sobald de große Streß, unter dem er jetzt stehe, vorbei sei, sich an diess unversuchte Experiment heranmachen werde. Er sagte von Rony beim Betrachten der von Rony gedrehten und zusätzlich verbogenen Gabel: "Rony ist stark!"
 Auf meine Frage, ob er auch das gebogene wieder zurückbiegen könne, gab er mir eine recht erstaunliche Antwort: Er tue das nicht! "Wenn ich etwas mit diesen Kräften, die durch mich kommen, verbogen habe, so habe ich nicht das Recht, es einfach auf dieselbe Art wieder rückgängig zu machen. Dazu sind die Kräfte nicht da und nicht gemeint! Ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen, warum ich es nicht tue?"
 "O ja, Uri! Ich verstehe es sehr gut! Geht es mir doch ähnlich: Ich habe bei mir zu Hause ca. 60 bis 70 von Rony verbogene Besteckteile aufgehoben. Ich könnte sie mit Leichtigkeit mit physischer Kraft zurückbiegen und wieder in Gebrauch nehmen, anstatt immer neue zu kaufen. Ich bringe das einfach nicht fertig!" Uri schaute mich an und Iächelte. Es war zwischen uns etwas Gemeinsames! Man konnte es vielleicht am ehesten als eine Ehrfurcht vor dem Numinosen bezeichnen.
 Dann fragte ich ihn, ob er, sozusagen der Wissenschaft halber, es dennoch einmal versucht habe. Seine Antwort war: "Ja, ich habe es versucht und festgestellt, daß ich es kann. Aber es kommt nicht genau an derselben Stelle zustande wie die erste Biegung und ergibt so etwas wie eine Wellenform." (Es sei hier zum Vergleich hinzugefügt, daß Rony Marcus behauptet, er sei außerstande, eine Rückbiegung zu machen.)

 In dem telepathie-Buch hatte ich bereits darauf hingewiesen, daß wir gelegentlich eine schon lange existierende Annahme bestätigt finden: nämlich daß die PSI-Begabung sich häufig nicht vereinzelt auf ein bestimmtes Gebiet - wie eben Telepathie - beschränkt, sondern gekoppelt mit anderen PSI-Phänomenen erscheint. Dort hatten wir bei mentalen, d.h. nicht PK-Experimenten, mit Rony festgestellt, daß er, der ja zunächst wegen seiner Begabung im PKMB zu uns gekommen war, beides miteinander kombinierte.
 Wir wollen in diesem Buch ein Beispiel dafür bringen, daß Uri, dessen Weltruhm ja gerade mit dem PKMB begann, auch auf dem mentalen Gebeite, also in Telepathie und Hellsehen, Ungewöhnliches zu leisten vermag.
 Hier also der zweite Teil der Aufzeichnungen von demselben Treffen:

Das zweite Experiment: Psychometrie


 Gegen Ende meines Besuches und nachdem der Journalist mit seiner Familie bereits gegangen war, holte ich aus meiner Tasche - etwas zögernd, weil es schon so spät war - ein kleines Kästchen heraus. Es war 7x5,5x2,5 cm groß und auf allen vier Seitenflächen mit Selotapestreifen fest zugeklebt. Ich sagte Uri, daß ich eigentlich gern ein "Kästchen-Experiment" mit ihm gemacht Hätte. Er streckte seine Hand aus und nahm es zweischen seine Hände. De facto hahm er es in die linke Hand und ließ die rechte in einem Abstand von 2-3 cm darüber hinweggleiten, ohne das Kästchen dabei zu berühren - eine Methode, die ich schon vielfach bei Paragnosten beobachtet habe. dann sagte Uri, er habe diese Art von psychometrischen Experimenten noch nie gemacht, bei denen er eine Beschreibung des Inhaltes geben sollte oder dan Gegenstand, der in der Büchse war, zeichnen sollte. Nach etwa einer halben Minute ließ er sich meinen Skizzenblock geben und machte die Zeichnung von etwa einem Halbmondbogen, in den er ein paar schräge Striche einzeichnete. Es war etwa zu diesem Zeitpunkt - als ich sah, daß er ernschaft begann sich zu bemühen -, daß ich mit einer Bewegung andeutete, ich möchte das Tonband einschalten. Er nickte sein Einversständnis. Das Folgende ist die Transkription von Uris Aussage zu dem Material und zugleich auch eine Darstellung seines Vorgehens, um zu einem Resultat zu kommen:
 Uri sprach im folgenden fast nur hebräisch, ich lasse hier die deutsche Übersetzung folgen:
 "Versuchen Sie, sich den Gegenstand anschaulich vorzustellen, den ich kann bisher noch nicht seine äußere Form erkennen.
 Chaim, ich werde ihnen sagen, was ich herausbekomme. Darf ich nachher die Büchse aufmachen?" "Selbstverständlich!"
 "Zeichnen Sie einen Rahmen id der Größe des Kästchens und stellen Sie sich den Gegenstand darin deutlich vor!"
 Uri machte dann die Bemerkungen über den Gegenstand, die ich an den Rand neben meine Rahmenzeichnung schrieb: "Ich fühle etwas, weiß und weich. - Die Nachbildung von etwas sehr Altem. - Farbe: Aluminium, wie das Tonbandgerät, aber dunkler."
 Danach stocke er wieder und bat mich, die Zeichnung so zu gestalten, daß der Rahmen wie ein perspektivich, gezeichnetes Kästchen wirke. Ich verstand, vas er wollte, und vervovollständigte die Zeichnung zu ihrem hier jetzt abgebildeten Zustand. Ich sollte mir nunmehr das Objekt im innern des kastens vorstellen. Dann ließ sich Uri wieder meinen Blck geben, machte verschiedene Ansätze (Skizze 39; b, c, d). Schließlich begann er die Zeichnung e. Dabei lautete sein Kommentar wie folgt:
Uri Geller's drawing of the meteorite in the box"Da sind im den Oval auf beiden Seiten diese parallelen Striche. Aber da ist noch etwas ganz Merkwürdiges: Da gibt es in der Mitte eine Wirbelsäule" - und während er das sagte, zeichnete er in f die beiden parallelen Linien hinein. "Es kann sein, daß das ein altes Fossil ist, Stein, etwas, das mal lebend war, vor Millionen von Jahren. Es kann sein, daß das ein Gerüst (Skelett) ist - ein Merkwürdiges. Aber das ist nicht aus Metall. Es sieht von außen ein wenig so aus, ist es aber nicht. Es kann sein, daß das jetzt Stein ist, was seinerzeit vor Millionen Jahren einmal ein lebewesen war. Aber es is merkwürdi, daß ich nicht weiß was es ist! Darf ich es jetzt aufmachen?" Ich nickte mit dem Kopf (und höre - nach meinem völligen Stillschweigen während des Versuches selbst - mich in das Tonband hineinsprechen: "das ist ja fantastisch!" Offensichtlich hatten diese Worte Uris Neugier noch erhöht, denn er begann - wie ein Kind sein geheimnisvolles Weihnachtsgeschenk gar nicht schnell genug öffnen kann - an dem Selotape von verschiedenen Seiten zu zerren, und als es noch immer nicht erlaubte, an den Inhalt der Büchse heranzukommen, zog er den letzten Streifen so heftig ab, daß ein Teil des Kartonumschlagpapieres mit dem Selotape abriß
 "Sagen Sie mir nichts, Chaim!"
 Dann, nachdem die Büchse nun offen war: "Da ist Watte, die ich gesehen hatte. Wo ist der Gegenstand?" fragte er nervös. dann schob er die Watte zur Seite und brach geradezu in ein kindliches Jauchzen aus vor Begeisterung über sein Gelingen: "Hiijuh!! Fossil! Hab' ich recht gehabt! - ja - allah! - Haben Sie das alles aufgenommen?" Danach machte er an der Skizze f zwei Tangenten, legte den Gegenstand darauf, um zu zeigen, daß er dessen metrisch gleiche Größe ebenfalls richtig erfaßt hatte. Er hätte es aber ebensogut direkt auf die Skizze 39 e legen können. Abschließend sagte er dann nochmals: "So etwas habe ich bisher noch nie gemacht." Was war der Gegenstand? Ein fossiler Trilobit.
 Auf meiner Reise durch die U.S.A. hatte ich im Staate Utah diesen Trilobiten erstanden und Füge hier die Übersetzung der kleinen Begleitkarte, die mitverpackt wurde, bei:

"Fossil Trilobite - Arthropoda: Trilobite - Cambrian (550 000 000 Jahre) - Wheeler Formation, Utah

 Trilobiten sind nicht mehr existierende Meerestiere, die vor 600 Million jahren erschienen. Sie spalteten sich bald in verschiedene Familien und Arten auf. Im Perm jedoch (230 000 000 Jahre) verschwanden sie vollständig. Aus den 450 Millionen Jahren ihrer Existenz sind uns mehr als 10 000 Arten bekannt geworden. Wie andere Arthropoden, Krabben, Spinnen, Insekten usw., schlüpfen sie in gewissen Abständen aus ihrer Haut. Diese Schalen finden wir Häufig als fossile Reste.


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